Die Bedeutung von Unterarmgehstützen für Ihre Mobilität

Im Laufe des Lebens kann es vorkommen, dass die gewohnte Standsicherheit oder die Belastbarkeit der Beine nachlässt. Sei es altersbedingt, nach einer Operation, einer Verletzung oder aufgrund chronischer Beschwerden – die Mobilität spielt eine entscheidende Rolle für ein selbstbestimmtes und aktives Leben. Hier kommen Unterarmgehstützen ins Spiel, die oft auch als Krücken bekannt sind. Sie bieten nicht nur eine wertvolle Unterstützung beim Gehen, sondern tragen maßgeblich zur Entlastung der Beine und zur Stabilisierung des gesamten Körpers bei.

Anders als ein einfacher Gehstock, der primär zur Balance dient, verteilen Unterarmgehstützen das Gewicht auf Unterarme und Hände, was eine deutlich höhere Entlastung ermöglicht. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn ein Bein nur teilweise oder gar nicht belastet werden darf. Die Auswahl der richtigen Gehstützen ist dabei entscheidend für Komfort, Sicherheit und eine schnelle Genesung oder dauerhafte Unterstützung im Alltag. Ein oft unterschätztes Detail sind dabei die Gehstützen Gummifüße, die für den nötigen Halt auf verschiedenen Oberflächen sorgen und Rutschgefahren minimieren.

Arten von Unterarmgehstützen: Welche passt zu Ihnen?

Der Markt bietet eine Vielzahl an Unterarmgehstützen, die sich in Material, Design und Funktionalität unterscheiden. Die Wahl des passenden Modells hängt stark von Ihren individuellen Bedürfnissen, dem Grad der benötigten Unterstützung und der Dauer der Nutzung ab.

Material und Gewicht

Die meisten modernen Unterarmgehstützen werden aus Aluminium gefertigt. Dieses Material ist leicht und gleichzeitig robust genug, um die nötige Stabilität zu gewährleisten. Für Anwender, die Wert auf minimales Gewicht legen, gibt es auch Modelle aus Carbon, die noch leichter sind, aber in der Regel auch etwas teurer ausfallen. Ein geringes Gewicht ist vor allem bei längerer Nutzung oder für Personen mit eingeschränkter Armkraft von Vorteil, da es die Handhabung erleichtert und die Ermüdung reduziert.

Besondere Ausstattungsmerkmale

Neben dem Material gibt es weitere Merkmale, die den Komfort und die Funktionalität beeinflussen:

  • Ergonomische Griffe: Viele Modelle sind mit speziell geformten Griffen ausgestattet, die den Druck auf die Hände besser verteilen und somit Schmerzen und Druckstellen vorbeugen. Hier lohnt sich die Investition in Unterarmstützen Griffe mit Polsterung.
  • Verstellbare Unterarmbügel: Die Höhe des Unterarmbügels sollte individuell anpassbar sein, um eine optimale Passform zu gewährleisten und den Unterarm bequem zu umschließen, ohne einzuschneiden.
  • Faltfunktion: Für Reisende oder Personen, die ihre Gehstützen nur gelegentlich benötigen, sind faltbare faltbare Unterarmgehstützen eine praktische Lösung. Sie lassen sich platzsparend verstauen und transportieren, etwa in einer speziellen Gehhilfen Tragetasche.
  • Reflektoren: Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, besonders in der Dämmerung oder bei Dunkelheit, sind integrierte Reflektoren an den Gehstützen von Vorteil.

Die richtige Einstellung und Handhabung von Unterarmgehstützen

Die beste Unterarmgehstütze nützt wenig, wenn sie nicht korrekt eingestellt und richtig benutzt wird. Eine falsche Einstellung kann zu Haltungsschäden, Schmerzen in Schultern und Rücken oder gar zu Stürzen führen. Nehmen Sie sich daher ausreichend Zeit für die Anpassung.

Die korrekte Höhenanpassung

Stehen Sie aufrecht und lassen Sie Ihre Arme locker hängen. Die Griffe der Unterarmgehstützen sollten sich auf Höhe Ihrer Handgelenke befinden. Wenn Sie die Griffe umfassen, sollten Ihre Ellbogen leicht angewinkelt sein (ca. 15-20 Grad). Der Unterarmbügel sollte so hoch eingestellt sein, dass er den Unterarm sicher umschließt, aber nicht direkt unter dem Ellbogengelenk endet, um dieses nicht zu blockieren. Ein Abstand von etwa 5 cm zwischen Bügel und Ellbogen ist ideal. Viele Unterarmgehstützen bieten eine einfache Höhenverstellung per Druckknopf.

Gehen mit Unterarmgehstützen

Es gibt verschiedene Gehmuster, die je nach Belastbarkeit des Beines angewendet werden:

  • Dreipunktschritt: Die Gehstützen werden zusammen mit dem verletzten Bein nach vorne gesetzt, dann folgt das gesunde Bein.
  • Vierpunktschritt: Jede Gehstütze und jedes Bein bewegt sich einzeln vorwärts. Dieses Muster bietet maximale Stabilität, ist aber langsamer.
  • Zweipunktschritt: Eine Gehstütze und das gegenüberliegende Bein bewegen sich gleichzeitig. Dies ist schneller, erfordert aber mehr Balance.
Unabhängig vom Gehmuster ist es wichtig, den Blick nach vorne zu richten und nicht auf die Füße. Die Kraft sollte primär über die Unterarme und Hände auf die Griffe und nicht auf die Achseln ausgeübt werden, um Nervenquetschungen zu vermeiden. Üben Sie das Gehen zunächst auf ebenem Untergrund und unter Anleitung, bevor Sie sich an unebenes Gelände oder Treppen wagen. Bei Treppen ist es ratsam, sich an einem Handlauf festzuhalten und die Gehstützen gegebenenfalls in einer Hand zu führen oder von einer Begleitperson tragen zu lassen.

Komfort und Sicherheit: Wichtiges Zubehör für Unterarmgehstützen

Um den Gebrauch von Unterarmgehstützen so angenehm und sicher wie möglich zu gestalten, gibt es diverses Zubehör, das den Alltag erheblich erleichtern kann. Dazu gehören, wie bereits erwähnt, Gehstützen Gummifüße. Diese sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, von Standard-Gummikappen bis hin zu speziellen Anti-Rutsch-Füßen, die eine bessere Bodenhaftung auf glatten oder nassen Oberflächen bieten. Ein regelmäßiger Austausch ist hier essenziell, da abgenutzte Gummifüße die Rutschgefahr erhöhen.

Ein weiteres wichtiges Zubehör sind ergonomisch geformte oder gepolsterte Unterarmstützen Griffe. Sie können Druckstellen und Blasen an den Händen vorbeugen, besonders bei intensiver Nutzung. Für Personen, die einen Rollator nutzen, aber gelegentlich auch auf Unterarmgehstützen angewiesen sind, erweist sich ein Krückenhalter Rollator als äußerst praktisch. Er ermöglicht es, die Gehstützen sicher am Rollator zu befestigen, wenn sie gerade nicht gebraucht werden.

Für eine umfassende Ausstattung oder als Ersatz für Verschleißteile gibt es zudem Krücken Zubehör Sets. Diese enthalten oft Ersatz-Gummifüße, neue Griffe und manchmal auch spezielle Eiskrallen für den Winter. Und für den Transport oder die Aufbewahrung sind Gehhilfen Tragetaschen eine sinnvolle Ergänzung, die Ihre Gehstützen schützen und den Transport erleichtern.

Pflege und Wartung Ihrer Unterarmgehstützen

Damit Ihre Unterarmgehstützen stets zuverlässig ihren Dienst tun, ist eine regelmäßige Pflege und Wartung unerlässlich. Die meisten Modelle sind pflegeleicht und können einfach mit einem feuchten Tuch und mildem Reinigungsmittel abgewischt werden. Achten Sie darauf, keine aggressiven Chemikalien zu verwenden, die das Material beschädigen könnten.

Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie den Verschleißteilen widmen. Die Gehstützen Gummifüße nutzen sich durch den Kontakt mit dem Boden ab. Prüfen Sie diese regelmäßig auf Risse, Abrieb oder eine glatte Oberfläche. Abgenutzte Gummifüße müssen umgehend ersetzt werden, um die Rutschsicherheit zu gewährleisten. Auch die Griffe sollten auf Beschädigungen oder übermäßigen Verschleiß kontrolliert werden. Bei Bedarf können Sie diese durch neue Unterarmstützen Griffe ersetzen.

Überprüfen Sie außerdem regelmäßig alle Schrauben und Verstellmechanismen. Sie sollten fest sitzen und leichtgängig funktionieren. Ein gelegentliches Ölen der Verstellknöpfe kann hilfreich sein. Eine gut gepflegte Unterarmgehstütze ist ein zuverlässiger Begleiter, der Ihnen über lange Zeit hinweg Sicherheit und Unabhängigkeit im Alltag bietet.